Festnahme wegen Cyberangriff auf Flughäfen
Nach einem massiven Cyberangriff auf europäische Flughäfen gibt es nun eine Festnahme. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die bestehenden Probleme am BER.
Man könnte meinen, wir leben in einer Zeit, in der Technologie uns nicht nur das Leben erleichtert, sondern auch sicherer macht. Doch die jüngsten Ereignisse rund um den Cyberangriff auf mehrere Flughäfen Europas zeigen das genaue Gegenteil. Die Festnahme eines Verdächtigen wirft nicht nur ein Licht auf die Bedrohungen, denen kritische Infrastrukturen ausgesetzt sind, sondern offenbart auch die anhaltenden Probleme des Berliner Flughafens BER. In einer Welt, in der alles digital vernetzt ist, scheint es, als ob wir ein paar Schritte hinter dem zurückbleiben, was man Sicherheit nennt.
Zunächst einmal müssen wir uns die Dimension des Angriffs ansehen. Ein Cyberangriff auf Flughäfen ist nicht nur eine Herausforderung für die IT-Abteilungen der betroffenen Einrichtungen; er hat das Potenzial, Tausende von Passagieren zu betreffen und die gesamte Luftfahrtindustrie ins Wanken zu bringen. Das Chaos, das im Anschluss an solche Angriffe entsteht, ist nicht zu unterschätzen. Die Wut der Reisenden, die oft nichts mit der Thematik zu tun haben, und die wirtschaftlichen Schäden für die Airlines und Flughäfen, stehen in keinem Verhältnis zu den Sicherheitsvorkehrungen, die aktuell getroffen werden. Die Tatsache, dass es in diesem Fall eine Festnahme gab, mag zunächst positiv erscheinen, doch wir dürfen nicht vergessen, dass dies nur die Spitze des Eisbergs darstellt.
Darüber hinaus werden die Probleme am BER durch solche Vorfälle nur verstärkt. Seit seiner Eröffnung kämpft der Flughafen mit Herausforderungen, angefangen von überlasteten Terminals bis hin zu ständigen technischen Pannen. In Kombination mit einem Cyberangriff wird die Unfähigkeit, auf moderne Bedrohungen adäquat zu reagieren, umso deutlicher. Die Öffentlichkeit hat das Vertrauen in diese wichtige Infrastruktur längst verloren. Sicherheit ist zwar eine komplexe Herausforderung, aber das Gefühl der Unsicherheit, das durch solche Vorfälle vermittelt wird, ist für Reisende kaum erträglich.
Es mag den einen oder anderen geben, der argumentiert, dass solche Angriffe unvermeidlich sind und wir uns schlichtweg anpassen müssen. Nun, das ist natürlich richtig. Die Technologie entwickelt sich rasant weiter, während die böswilligen Akteure nicht untätig herumsitzen. Doch sollte unsere Reaktion auf solche Vorfälle nicht sein, die Hände in den Schoß zu legen und darauf zu hoffen, dass beim nächsten Mal alles gut geht? Wir haben die Pflicht, in präventive Maßnahmen zu investieren und nicht nur in die Reparatur von Schäden, die bereits entstanden sind.
Wenn ich also auf die Ereignisse rund um den Cyberangriff auf die Flughäfen und die Probleme am BER blicke, kann ich nicht umhin, an der Entschlossenheit zu zweifeln, mit der unsere Gesellschaft auf solche Ereignisse reagiert. Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem es nicht mehr genügt, sich mit temporären Lösungen zufriedenzugeben. Die Zeit ist reif für einen grundlegenden Wandel in der Art und Weise, wie wir Technologien absichern. Wenn nicht, dann steht uns in naher Zukunft noch viel mehr Unheil bevor. Das ist die Ironie der modernen Technologie: Sie kann sowohl unser Leben bereichern als auch uns in die Knie zwingen.
Im Angesicht dieser Entwicklungen sind klare Antworten und Maßnahmen gefordert. Andernfalls wird unser Luftverkehr nicht nur weiter von technischen Schwierigkeiten geplagt, sondern auch zum Ziel von Cyberkriminalität, und das lässt doch wirklich zu wünschen übrig.